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Wie ist Gott heute noch zu finden?

 



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Wie ist Gott heute noch zu finden?
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Zitat 4

Wie kann man Gottesliebe mit dem Maße einer Menschenliebe abmessen? Noch mehr, sie sogar in dem Werte unter diese Menschenliebe stellen? Seht Euch die Menschen an, welche göttliche Liebe als das höchste Ideal sich nur ganz still erduldend und dazu alles verzeihend vorstellen! Sie wollen darin Göttliches erkennen, daß es sich von niedereren Kreaturen alles Ungezogene gefallen läßt, wie es nur bei dem größten Schwächling ist, wie bei dem feigsten Menschen, den man darob verachtet. Denkt doch darüber nach, welche ungeheuerliche Schmach darin verankert ist!
Die Menschen wollen ungeahndet sündigen, um dann zuletzt noch ihrem Gotte eine Freude damit zu bereiten, wenn sie sich von ihm ohne eigene Sühne ihre Schuld verzeihen lassen! Solches anzunehmen, dazu gehört entweder maßlose Beschränktheit, strafwürdige Faulheit oder die Erkenntnis hoffnungsloser eigener Schwäche für das gute Wollen nach dem Aufwärtsstreben: Eins ist aber so verwerflich wie das andere.
Stellt Euch göttliche Liebe vor! Kristallklar, strahlend, rein und groß! Könnt Ihr Euch dabei denken, daß sie so süßlich-schwächlich, entwürdigend nachgebend sein kann, wie die Menschen so gern möchten? Sie wollen falsche Größe aufbauen, dort, wo sie Schwäche wünschen, geben ein falsches Bild, nur um sich selbst dabei noch etwas vorzutäuschen, sich zu beruhigen über die eigene Fehlerhaftigkeit, die sie bereitwillig im Dienst des Dunkels stehen läßt.
Wo ist dabei die Frische und die Kraft, die zur Kristallreinheit göttlicher Liebe unbedingt gehört? Göttliche Liebe ist untrennbar von der größten Strenge göttlicher Gerechtigkeit. Sie ist sie sogar selbst. Gerechtigkeit ist Liebe, und Liebe wiederum liegt nur in der Gerechtigkeit. Darin allein liegt auch die göttliche Verzeihung.
Es ist richtig, wenn die Kirchen sagen, daß Gott alles verzeiht! Und wirklich verzeiht! Im Gegensatz zum Menschen, der selbst noch den, der irgendeine kleine Schuld gebüßt, für dauernd unwert hält und sich mit solcher Art Gedanken doppelt Schuld auflädt, weil er darin nicht nach dem Willen Gottes handelt. Hier fehlt der Menschenliebe die Gerechtigkeit.
Die Auswirkung göttlichen Schöpfungswillens reinigt jeden Menschengeist von seiner Schuld, in eigenem Erleben oder in der freiwilligen Besserung, sobald er aufwärts strebt. Kommt er aus diesen Mühlen in der Stofflichkeit zum Geistigen zurück, so steht er rein im Reiche seines Schöpfers, es spielt keine Rolle, was er je gefehlt! Genau so rein wie einer, der noch niemals fehlte. Doch durch die Auswirkung der göttlichen Gesetze geht sein Weg vorher, und in der Tatsache liegt die Gewähr der göttlichen Verzeihung, seiner Gnade!
Hört man nicht heute vielfach die entsetzte Frage: Wie konnten diese Jahre solcher Not geschehen mit Gottes Willen? Wo bleibt dabei die Liebe, wo Gerechtigkeit? Die Menschheit fragt, es fragen die Nationen, oft die Familien und der einzelne Mensch! Sollte ihm dies nicht eher der Beweis sein, daß die Gottesliebe doch wohl anders ist, als sich so mancher denken möchte? Versucht doch einmal, die alles verzeihende Gottesliebe so bis zu einem Ende auszudenken, wie man krampfhaft sich bemüht, sie hinzustellen! Ohne eigene Sühne, alles duldend und zuletzt großmütig noch verzeihend. Es muß ein klägliches Ergebnis werden! Dünkt sich der Mensch so wertvoll, daß sein Gott darunter leiden soll? Noch wertvoller demnach als Gott? Was liegt alles in dieser Anmaßung der Menschen.
Bei ruhigem Denken müßt Ihr über tausend Hindernisse straucheln und könnt nur dann zu einem Schlusse kommen, wenn Ihr Gott verkleinert, Ihn unvollkommen macht.
Er aber war, und ist, und bleibt vollkommen, gleichviel, wie sich die Menschen dazu stellen.
Seine Verzeihung liegt in der Gerechtigkeit. Nicht anders. Und in dieser unverrückbaren Gerechtigkeit liegt auch allein die große, bisher so verkannte Liebe!
Gewöhnt Euch ab, dabei nach Irdischem zu messen. Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe gilt dem Menschengeiste. Das Stoffliche spricht dabei gar nicht mit. Es ist ja nur vom Menschengeiste selbst geformt, und ohne Geist hat es kein Leben.
Was quält Ihr Euch so oft mit rein irdischen Kleinigkeiten, die Ihr als Schuld empfindet und die es gar nicht sind. Nur das, was der Geist bei einer Handlung will, ist ausschlaggebend für die göttlichen Gesetze in der Schöpfung. Dieser geistige Wille ist aber nicht Gedankentätigkeit, sondern das innerste Empfinden, das eigentliche Wollen in dem Menschen, das allein die Gesetze des Jenseits in Bewegung setzen kann und auch selbsttätig in Bewegung setzt.
Göttliche Liebe läßt sich von den Menschen nicht herabzerren; denn in ihr ruhen in der Schöpfung auch die ehernen Gesetze seines Willens, der von der Liebe getragen ist. Und diese Gesetze wirken sich so aus, wie der Mensch sich darin gibt. Sie können ihn verbinden bis zur Nähe seines Gottes, oder sie bilden eine Scheidewand, die nie zertrümmert werden kann, es sei denn durch das endliche Sicheinfügen des Menschen, was gleichbedeutend mit Gehorchen ist, worin allein er sein Heil finden kann, sein Glück.
Es ist ein Guß, das große Werk zeigt keine Mängel, keinen Spalt. Ein jeder Tor, ein jeder Narr, der anders will, wird sich dabei den Kopf zerschmettern. -Göttliche Liebe wirkt darin nur das, was jedem Menschengeiste nützt, nicht aber das, was ihm auf Erden Freude macht und angenehm erscheint. Darüber geht sie weit hinaus, weil sie das ganze Sein beherrscht. -

(Aus: Im Lichte der Wahrheit, Gralsbotschaft von Abd-Ru.Shin, Band 1, Vortrag: Was trennt so viele Menschen heute von dem Licht?)

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